Ökumenischen Hospizarbeit Rhein-Selz e.V.

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Benefizlauf 2015 in Dolgesheim

Vor dem Start ist alles bestens vorbereitet: Infos zur Hospizarbeit.
Und alles Nötige für das leibliche Wohl.
Bei der Anmeldung gibt es erfreulicherweise viel zu tun.
Denn viele sind gekommen, um dabei zu sein.
Ortsbürgermeister Michael Schreiber, Werner Keggenhoff, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (in Vertretung der Ministerpräsidentin) und Thomas Gensler als Vorsitzender des Vereins eröffnen den Lauf. Auch Bundestagsabgeordneter Marcus Held ist gekommen. (von rechts nach links)
Herr Keggenhoff richtet Grüße der Ministerpräsidentin aus und findet den passenden Slogan: Viele bewegen sich heute für die Hospizbewegung.
Danach erschallt der Startschuss.
Und alle - groß und klein - machen sich auf die 1,1 km lange Runde.
Der Startschuss
Auch die Moderatorin Frau Gröhl ist bestens ausgerüstet.
Jede Runde wird registriert.
Neben großen Unternehmen wie Mercedes, EWR, erp, Sparkasse, Volksbank Alzey-Worms, Volksbank Mainz, Mainz 05 unterstützen auch viele Geschäfte, Winzer, Praxen und ein Team der Palliativ-Versorgung den Lauf.
Für die Kinder ist der Stand von Melanie Kinsky besonders anziehend. Dort gibt es Stofftiere zu gewinnen.

 2. Benefizlauf in Dolgesheim 

Samstag, 30. Mai 2015 10-14 Uhr

weitere Infos unter: http://lauf15.hospiz-rhein-selz.org/

Schirmherrin: Ministerpräsidentin Malu Dreyer

 

 

 

Interview mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer Schirmherrin des 2.Benefizlaufes in Dolgesheim am 30. Mai 2015 zugunsten der Ökumenischen Hospizarbeit Rhein-Selz e.V.

Frage: Frau Ministerpräsidentin, Sie haben die Schirmherrschaft über den Benefizlauf zugunsten der Ökumenischen Hospizarbeit Rhein-Selz e.V. übernommen. Was hat Sie dazu bewogen? Warum möchten Sie dieses ehrenamtliche Engagement fördern?

Ministerpräsidentin Dreyer: Mit seinem Engagement widmet sich der Verein Ökumenische Hospizarbeit Rhein-Selz e.V. einem der wohl schwierigsten Themen des Lebens, dem Sterben. Es ist ein Thema, das uns alle früher oder später betrifft und mit dem wir uns sowohl privat als auch als Gesellschaft auseinandersetzen müssen. Der Verein stellt sich dieser Herausforderung. Ehrenamtliche Hospizhelfer und -helferinnen begleiten sterbende Menschen und unterstützen deren Angehörige und Freunde in der letzten Phase des Lebens. Diese wertvolle Arbeit möchte ich fördern und den Ehrenamtlichen danken, deshalb habe ich die Schirmherrschaft über den Benefizlauf übernommen.

Frage: Wie sieht die Begleitung Sterbender und Trauernder in Rheinland-Pfalz aus? Müsste sich da noch mehr tun? Welchen Umgang würden Sie sich mit diesem Thema in der Öffentlichkeit wünschen?

Ministerpräsidentin Dreyer: In Rheinland-Pfalz gibt es verschiedene Formen der Hospizarbeit. So bilden ambulante Dienste, Palliativstationen und stationäre Hospize ein gutes Netzwerk, um Sterbende und ihre Angehörigen zu begleiten. In einer älter werdenden Gesellschaft wird diese Versorgung immer wichtiger. Die meisten Menschen wünschen sich, das Ende ihrer Lebenszeit mit ihren Familienangehörigen zu Hause zu verbringen. Das Land unterstützt daher seit vielen Jahren die ehrenamtliche Arbeit in ambulanten Hospizen und in der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz mit 140.000 Euro jährlich. Ich finde es wichtig, dass diese Arbeit und damit auch der Hospizgedanke stärker in der Gesellschaft thematisiert werden. So können Ängste abgebaut und Wege aufgezeigt werden, wie das Ende des Lebens würdevoll und selbstbestimmt gestaltet werden kann.

Frage: Haben Sie selbst Erfahrungen mit diesem existentiellen Bereich des menschlichen Lebens gemacht? Wie sind Sie damit umgegangen? Was hat Ihnen in dieser schwierigen Situation geholfen?

Ministerpräsidentin Dreyer: Mein Vater ist sehr plötzlich gestorben. Das war eine schlimme Erfahrung für die ganze Familie. Vor allem, weil wir keine Möglichkeit hatten, uns von ihm zu verabschieden. Ich denke, es ist wichtig, sich der Trauer zu stellen, um sie zu verarbeiten. Es ist wichtig, jemanden zu haben, der einen in schwierigen Situationen begleitet, einem die Hand reicht und den Weg gemeinsam geht.

Frage: Wie offen spricht man im Umfeld Ihrer täglichen Arbeit über Themen wie „Sterben und Tod“? Werden sie eher ausgeklammert?

Ministerpräsidentin Dreyer: Die Landespolitik setzt sich sehr intensiv mit den Themen Sterben und Tod auseinander. Erst vor kurzem wurde im Landtag über das Thema würdevolles Sterben diskutiert. Diese Debatte können wir auch in Zukunft nur gemeinsam und fraktionsübergreifend führen. Mir ist es dabei wichtig, zu betonen, dass die Unantastbarkeit der Würde des Menschen für das Leben und das Sterben gilt. Für mich steht dabei außer Frage, dass in unserem Land jeder in Würde, gut versorgt und menschlich unterstützt sterben können soll. Niemand soll sich aus Angst vor Leiden oder der Befürchtung, anderen zur Last zu fallen, einen vorgezogenen Tod wünschen. Es ist unsere gesellschaftliche Verantwortung, diese Angst aufzunehmen und Alternativen aufzuzeigen.